• Martina Ly

Warum innerer Frieden die Grundlage für ein glückliches Leben ist


Wie oft denkst du: „Wenn das oder das nicht gewesen wäre, wenn er oder sie anders wäre, ja dann, dann könnte ich glücklich sein! Weil das oder das passsiert ist, kann ich nie wieder glücklich sein!“? Aber stimmt das wirklich?

Ich lade dich ein, diesen Blog zu lesen, mutig zu sein und dich dieser Frage wirklich zu stellen.


Frieden wird sehr oft bei globalen, politischen und religiösen Themen als Schlagwort verwendet. Ich denke jedoch, dass Friede etwas ganz Persönliches ist. Wir können keinen größeren Frieden leben, wenn wir mit uns selbst und unserem Leben nicht in Frieden sind.


Das bedeutet, dass es notwendig ist sich mit den Themen auseinanderzusetzen, die unangenehm, verletzend, aufwühlend sind. Sei es die Vergangenheit im Allgemeinen oder gewisse Menschen.

Ist immer noch jemand anderer schuld, dass du nicht glücklich bist? Du hattest keine schöne Kindheit? Du warst nicht so gut in der Schule? Du hast schon viele schreckliche Dinge erlebt? Du wurdest zu wenig geliebt?


Ich kann dir an dieser Stelle verraten, dass jeder, wirklich jeder, auch wenn es oft nicht so scheint, sein eigenes Schicksal hat. Eine ganz individuelle Hürde, mit der es Frieden zu schließen gilt. Es macht keinen Sinn, ein Schicksal mit dem anderen zu vergleichen.

Unabhängig davon ob es sich um einen Menschen oder die Vergangenheit (wobei diese oft im Zusammenhang mit Menschen steht) handelt, nur du selbst hast die Macht etwas zu verändern.


Erlaube dir folgendes Gedankenexperiment: Setze dich gedanklich in einen Hubschrauber und flieg über eine bestimmte Situation in der Vergangenheit, eine Person im Allgemeinen oder was auch immer in dir und deinem Leben nicht friedlich ist und beobachte aus einer übergeordneten Ebene. Vielleicht kannst du erkennen warum es zu dieser Situation gekommen ist. Warum der Mensch so gehandelt hat. Wie es in Zusammenhang mit anderen Situationen/Personen steht. Vielleicht kannst du auch in der Beobachtung erkennen, was du brauchst um Frieden zu finden. Versuche dich selbst aus einer möglichst neutralen, wertfreien, emotional losgelösten Position heraus zu beobachten. Erlaube dir den Schmerz zu sehen und einen Schritt weiterzugehen: ins heilen, ganz werden, friedlich werden.


Frieden ist ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist ein Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“ und damit verbundener Friedensbemühungen. (siehe Wikipedia)

Das bedeutet, dass wir aktiv etwas beitragen können. Und nicht in der Passivität mit der Haltung: „Wenn erst der Andere…“ verharren sollen, und glauben dass sich unser Leben dadurch weiter entwickelt.


Natürlich gibt es sehr komplexe, schicksalhafte und furchtbare Situationen, wo es einem schwer fällt nur an Frieden zu denken. Ich möchte euch aber gerne erzählen, warum ich zu diesem Blogthema inspiriert wurde. Zufällig habe ich ein Interview mit einem Mann gesehen (ich glaube es war in einer ORF Sendung). Er wurde vor einigen Monaten Opfer eines psychisch labilen jungen Mann und von diesem vor die U-Bahn in Wien gestoßen. Wie durch ein Wunder hat er überlebt, jedoch ein Bein verloren. Im Interview berichtete der Mann, dass er bei der Verhandlung den Täter spontan umarmt und seine Entschuldigung angenommen hat. Er erklärte, dass er in der Reha erkannte, dass er erst sein Leben wieder leben kann, wenn er Frieden mit der Situation und mit dem Täter findet. Und dass auch seine Frau und Kinder nur dann wieder glücklich werden können, wenn er weitergeht.


Versuche, wenn du noch im Hubschrauber sitzt, ein Stück weit in die Zukunft zu fliegen. Sieh welche Auswirkungen es NOCH hat, wenn du in deinem Leben in Frieden gehen kannst. So und nur so können wir uns dem viel gewünschten Weltfrieden annähern und nachhaltig etablieren!


Fotoquelle: Pixabay

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Eric Pearl