• Martina Ly

Spiritualität in diesen Zeiten

Spiritualität ist ja eines meiner Lieblingswörter. Einfach auch deswegen, weil dieses Wort für mich Bewusstseinszustand, Realität, Demut und Achtsamkeit vereint.

Ich übe mich darin, meinen bewussten Zustand so oft wie möglich auf die Unendlichkeit auszudehnen, meine Absichten weise und nachhaltig zu gestalten, zu erkennen welche Realitäten (außer der Dreidimensionalität) noch auf uns, in uns und durch uns wirken und diesen mit Achtsamkeit und Demut zu begegnen.

Warum mir das wichtig ist? Als Mensch sind wir mit vielen Erfahrungen konfrontiert, welche nicht immer nur hilfreich und angenehm sind. Manche prägen uns negativ, traumatisieren uns und wir sind ein Leben lang damit konfrontiert. Spiritualität verändert unseren Blick auf uns selbst und die Welt. Wir können Herausforderungen und Erfahrungen anders begegnen und dadurch sind wir dem Leben nicht hilflos ausgeliefert.

In der Meditation können wir in einen absoluten ruhigen und friedlichen Zustand eintauchen.

Diesen Zustand können wir aber auch in der Realität, im Alltag und in Krisen bewusst hervorrufen, einfach durch bewusstes erinnern.

Was bringt uns das? Ich möchte dich gerne auf ein kleines Experiment einladen. Unten sind ein paar Alltagssituationen angeführt, mit welchen wir alle schon mal mehr oder weniger konfrontiert wurden. Versuche einfach dich hineinzuspüren. Welches Gefühl kommt spontan in dir hoch? Du kannst es auch gerne aufschreiben.

Heute hat es 5 Grad und regnet.

Ab morgen darfst du deine Freunde zwischen 20.00 und 6.00 nicht sehen.

Deine Nachbarn hören gerade ganz laut Schlagermusik und singen falsch mit.

Du besuchst deine sterbenskranke Oma im Krankenhaus.

Du steckst seit zwanzig Minuten im Stau und wirst sicher eine halbe Stunde später als geplant in der Arbeit ankommen.

Obwohl dein Arbeitskollege seine Arbeit nicht professionell erledigt, erzählt er überall wie toll er ist und dein Vorgesetzter glaubt ihm.

Du bist ín deiner Partnerschaft unglücklich.

Nun lies dir die Sätze noch einmal durch und zwar indem du dich vorab in einen „spirituellen“ Bewusstseinszustand versetzt. Du kannst z.b. meditieren, oder dich an eine Situation erinnern als dein Verstand und dein Körper absolut entspannt waren, und dieses Gefühl wieder wach werden lassen, oder eine entspannende Musik hören, Yoga machen, etc. Was auch immer dich ganz ruhig und still werden lässt. Schreibe deine Antworten nochmals auf und vergleiche sie. Was hat sich verändert?


Ich habe sowohl bei meinen KundInnen als auch bei mir selbst die Erfahrung gemacht, dass man in sogenannten Stresssituationen viel gelassener reagiert. Man geht durch die Situation, ohne etwas von sich zu verlieren. Auch wenn wir spirituelle Wesen sind und diesen Anteil in uns leben, hört das Leben und seine Herausforderungen nicht auf. Aber wir haben die Kraft uns auf das Wesentliche zu fokussieren. Unseren Wirkbereich zu erkennen und dadurch verschleudern wir unsere Energien nicht sinnlos.

Spiritualität ist etwas sehr persönliches, individuelles. Jeder Mensch hat seine Art in diese absolute Stille und einen universellen Frieden einzutauchen. Wir müssen es nur tun, immer wieder einfach eintauchen, um in Zeiten der Herausforderung gewappnet zu sein. Egal ob der Winter vor der Tür steht oder erneute Einschränkungen im täglichen Leben.

In diesem Sinne wünsche ich euch ausreichend Zeit und Raum eure Spiritualität zu leben und dich somit lebendig und unabhängig zu fühlen!


Vielleicht magst du ja im Kommentar schreiben wie es dir bei dem kleinen Experiment gegangen ist. Danke!

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Du bist mehr als die Summe deiner Erfahrungen.

 

 

 

Eric Pearl