• Martina Ly

Kollektives Bewusstsein oder die Kraft der Gemeinschaft

Was heisst denn überhaupt Bewusstsein?

Medizinisch wird der Begriff so erklärt: der Zustand, dass ein Mensch mit allen Sinnen seine Umgebung erkennt. Psychologisch so:die Fähigkeit, mit dem Verstand und den Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten. Und auf Wikipedia lautet die Erklärung von Bewusstsein: ist im weitesten Sinne das erleben mentaler Zustände und Prozesse.

Bewusstsein verstehe ich (als alleinstehenden Begriff) als etwas sehr individuelles, persönliches. Ich definiere Bewusstsein als das Wahrnehmen und Erkennen von unseren Gedanken, Gefühlen (emotional und bezogen auf unsere Sinne) und Handlungen. Auch wenn es unwissenschaftlich klingt: Ich halte ein bewusstes beobachten, erkennen und integrieren unserer Gefühle für essentiell. In diesen Zeiten wird immer von Herzöffnung gesprochen und dass wir nur "Ganz" werden können, wenn wir „ins Herz gehen“. Ja, das geht aber nur, wenn wir uns all unseren diffizilen und scheinbar in sich widersprechenden Gefühlen Raum und Aufmerksamkeit geben. Das tut manchmal weh, irritiert, vor allem wenn man denkt, jetzt hat man eh schon so viel gelernt. Aber der Mensch ist danach ausgerichtet zu wachsen, innerlich und äusserlich. Was passiert mit einer Pflanze, die nicht mehr wächst? Genau, sie geht ein. Und wir Menschen können nicht immer nur körperlich (sprich im Bereich Sport, Ernährung), ODER mental (neues lernen, Wissen) ODER spirituell wachsen, nein, auch auf der Gefühlsebene. In allen Bereichen müssen wir wachsen, um Körper-Geist-Seele stabil zu halten. Ein Baum kann auch nicht nur in die Höhe, ODER Tiefe, ODER Breite wachsen. Und ehrlich, ich finde Bonsai-Menschen nicht erstrebenswert!

Und was ist kollektiv? Und wie kann es ein kollektives Bewusstsein geben?

Der Begriff heisst nichts anderes als zusammengehörend bzw. eine Gruppe umfassend. In meinem Kontext ist es die „Gruppe“ der Menschheit.

Der amerikanische Wissenschaftler Dean Radin hat sich mit der Frage intensiv beschäftigt, ob es ein kollektives Bewusstsein gibt. In seinem Versuch stellte sich heraus, dass wenn Menschen sich besonders konzentrieren, einen messbaren Einfluss auf die REG-Maschine (Zufallesgenerator, bitte fragt mich nicht wie das geht) haben. Radin und sein Kollege Nelson waren Feuer und Flamme für dieses Thema, und haben sich in die Materie vertieft und haben die Messungen bei Kongressen durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass es zu bestimmten Zeitpunkten, vor allem dann wenn es zu emotionalen Diskussionen kam, einen deutlichen Anstieg von Energie gab. Nelson begab sich auf verschiedene Forschungsreisen, unter anderem nach Ägypten um zu klären ob heilige/spirituelle Orte tatsächlich auch Effekte haben. Es stellte sich zB: heraus, dass die spirituelle Ausstrahlung eines Ortes selbst so stark war, wie die einer meditierenden Gruppe. Und egal wie stark Nelson sich konzentriert hatte, nie erreichte er damit den selben Effekt wie die Gruppe. Ich möchte jetzt nicht wissenschaftliche Berichte wiedergeben, die kann jeder selbst lesen. Ich möchte damit sagen, dass kollektive Energie keine esoterische Erfindung oder rein auf der Gefühlsebene passiert, sondern wissenschaftlich messbar ist.

Und warum schreibe ich über kollektives Bewusstsein? Weil ich eine ideale Welt- und Lebensvorstellung habe. Manche mögen es als naiv bezeichnen, manche als romantisch verklärt und idealistisch. Ich sage nur, es ist möglich in einer Welt zu leben, wo die Wahrheit des Individuums eine kollektive Wahrheit werden kann und wir in Liebe, Frieden und vor allem Freude zusammenleben können. Dazu braucht es einerseits den individuellen Bewußtseinsprozess und anderseits das Zusammentreffen in Gruppen. Ihr kennt den Unterschied alleine Yoga zu machen, oder in der Gruppe. Völlig unterschiedliche Energie. Keines schlechter oder besser, sondern nur unterschiedlich.


Quellen: „Das Nullpunktfeld“ von Lynne McTaggart, Goldmann Verlag; Wikipedia

Foto: pixabay


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