• Martina Ly

Hinter den Kulissen einer spirituellen Sitzung

Kunden fragen mich nach einer Reconnective Healing ® Sitzung oft: „Und was hast du erlebt? Wie war es für dich?“

Nun, ein etwas heikles Thema, denn für mich ist eine Sitzung oftmals auf der reinen Erlebnisebene eher unspektakulär. Bei schamanischen Ritualen oder Seelenarbeit hingegen erzähle ich meinem Klienten, was ich für ihn erlebe/sehe/höre oder spüre. Das ist für mich meistens sehr intensiv und ich beantworte danach viele Fragen.


So, nun unter uns: natürlich kriegt man manchmal so einiges mit, aber es ist meines und hat nichts mit der Erfahrung zu tun, die meinem Kunden in der vollen „Reinheit“ zusteht. Reconnective Healing ist und bleibt meiner Erfahrung nach eine spirituelle, individuelle Erfahrung.


Heute erzähle ich euch ein paar Anekdoten, was so alles wunderbares während einer Sitzung passieren kann. Es gibt die sogenannten registers, also sichbare, körperliche Bewegungen. Ich bin immer wieder verwundert, wie es möglich ist, dass sich kleinste Muskeln im Gesicht, Händen oder Füßen, alleine durch das Eintauchen in die Frequenzen bewegen lassen. Es ist manchmal eine Herausforderung, während einer Sitzung nicht zu kichern zu beginnen, weil es schaut tatsächlich unheimlich lustig aus, wenn plötzlich nur der rechte Nasenflügel zu beben beginnt. Völlig aus dem Nichts. Oder wenn Kunden während einer Sitzung einen Marathonlauf mit den Füssen hinlegen und danach sagen: „Ich weiß nicht ob was war. Körperlich habe ich nichts gespürt. Nein, bewegt habe ich mich sicher nicht!“


Bevor ich weiter aus dem Nähkästchen plaudere, muss ich dazu sagen, dass meine Praxis in einem Mehrparteienhaus mit eher dünnen Wänden stationiert ist. Da kann es schon mal sein, dass man das Handy des Nachbarn hört, spielende Kinder oder zuschlagende Türen. Eine ganz besondere Symbiose aber scheine ich mit meinem unter mir Nachbarn zu haben. Dazu muss ich noch sagen, dass ich diese Praxis seit fünf Jahren habe, und sich diese Dinge erst abspielen, seit ich Reconnective Healing ® mache. Die Sitzung wird ja ohne Begleitung von Musik, also in der bestmöglichen (ich lebe in der Stadt, darum nicht absolute Stille ) Stille gemacht wird. Meistens ist es auch sehr ruhig und dann passiert das: ein Kunde kommt, wir machen ein kurzes Vorgespräch und er legt sich auf die Liege. Eine Minute nachdem wir angefangen haben legt die Musikanlage meines Nachbarn in voller Lautstärke los: „Weilst a Herz host wia a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich. In Dauerschleife. Dreissig Minuten lang. Kurze Krise meinerseits, aber ich habe versucht es zu ignorieren und weitergemacht. Die Herausforderung dazu war, dass der Kunde augenscheinlich intensiv auf die Musik reagiert hat und weinte die ganze Sitzung lang. ICH hatte sooooo Mitleid, entschied mich aber Gott sei Dank, einfach weiterzumachen. Nach der Sitzung (pünktlich mit Ende schaltete der Nachbar die Anlage wieder aus und es war kein Ton mehr zu vernehmen) erzählte mir der Kunde, dass dieses Lied eine ganz besondere Bedeutung für ihn habe und es war unglaublich berührend für ihn. Siehste, einfach zurücktreten und die Frequenzen machen lassen! Mein Ego hätte dem Ganzen eine ganz andere Bedeutung gegeben. Es war eines meiner wichtigsten und prägnantesten Erfahrung als beginnender Reconnective Healing® Practitionier.


Seitdem schafft es mein Nachbar gelegentlich, "pünktlich" seine Anlage einzuschalten. Ich mag seine verschiedensten Stilrichtungen von Mike Jagger, über tibetanischen Mönchgesang bis hin zu österreichischen Schlagern. Diese Woche hat er aber ehrlich gesagt, den Vogel abgeschossen. Kundin kommt, legt sich hin, nach zwei Minuten dröhnt folgende Textzeile durch die Decke: „Don’t worry be happy now“ von Bobby McFerrin und aus!! Nicht mal fünf Sekunden dauerte diese Botschaft aus dem Universum bzw. vom Nachbar und danach kein Mucks mehr. Ehrlich, ich musste mich sehr fokussieren um nicht lauthals vor Begeisterung zu lachen. Nach der Sitzung habe ich mit der Kundin wie üblich das Nachgespräch geführt und bei der Frage ob sie etwas gehört habe, sagte sie : „Nein!“ Nun ja ganz ehrlich ich muss zugeben, da konnte ich nicht anders, und fragte ob sie nicht zufällig einen Teil eines Songs gehört habe. Sie sagte: ja wenn ich so frage, innerlich habe sie gehört: „Don’t worry be happy now!“ Ich habe mir dann dennoch erlaubt zusagen, dass ich das auch gehört habe. Und wir mussten beide von ganzen Herzen lachen, waren happy und überhaupt nicht mehr worried! Es ist unbeschreiblich und unfassbar die Kraft und die Synergie von Unendlichkeit und Spiritualität von Reconnective Healing ® so deutlich zu hören und nicht nur zu spüren.

Foto: pixabay


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