• Martina Ly

Funktionierst du noch oder lebst du schon?

In meinem letzten Artikel  Warum ein Pferd kein Einhorn ist oder das ewige Leid der Erwartungen sprach ich über das Dilemma der Erwartungen von einem selbst an unser Umfeld. Heute möchte ich auf die andere Perspektive eingehen: wie es ist, wenn wir mit Erwartungen unserer Umwelt konfrontiert werden.

Alle wachsen wir in einem bestimmten sozialen, familiären und gesellschaftlichen System auf, in welchem bestimmte Werte, Glaubensmuster und Verhaltenskodexe gelebt und weitervermittelt werden.

Schon als Baby werden wir täglich damit konfrontiert und werden regelrecht programmiert. Wie wir zu sein haben, wie wir was zu tun haben, welche Rolle wir haben, wer wir vermeintlich sind, etc.

In der Jugend, wenn wir Glück haben, hinterfragen wir Vieles und rebellieren gegen das System. Doch meistens nur für kurze Zeit, da Etwas in uns gerne Teil eines grossen Ganzen (Gesellschaft) ist und so „funktionieren“ wir rasch wieder.

Das ist auch das Motiv von vielen Menschen, mit denen ich arbeite. Wenn ich versuche zu vermitteln, dass man Dinge einfach anders machen kann, kommen oft Sätze wie: Aber ich habe das schon immer so gemacht! Es ist zwar nicht ideal, aber ich habe ja keine Idee wie es anders gehe könnte. Oder was würden denn die Nachbarn sagen. Richtig traurig wird es für mich in meiner Arbeit, wenn Antworten kommen wie: aber dann kriege ich Probleme zuhause (mit dem Mann, Frau, Kindern, Eltern). Und so erfüllen wir brav die an uns gerichteten Erwartungen und funktionieren in unserer Rolle.

Funktionieren bringt mit sich, dass wenig Raum ist für Entfaltung, Lebensfreude und neue Wege. Nur durch neue, selbstgemachte Erfahrungen können wir uns selbst besser kennenlernen, bewußter werden und neue Aspekte von uns leben. Wir „erfahren“ uns wirklich, unabhängig von unseren Prägungen. Wie wäre die Erfahrung, dass wir um unserer Selbstwillen geliebt werden? Und nicht weil wir uns die Sorgen der Nachbarn anhören, täglich kochen oder das Geld für unsere Familie verdienen.

Um Deiner Selbst? Du weißt nicht, was das bedeutet? Dann lass dich ein auf die Reise. Entscheide dich, nicht mehr zu funktionieren. Erlaube dir, lebendig zu werden. Erlaube dir, alles was du tust, denkst und fühlst zu hinterfragen. Erlaube dir, dich zu fragen: Wie fühlt sich das für mich an? Warum höre ich mir die Sorgen meiner Nachbarn an? Um zu gefallen? Weil es sich so gehört? Oder weil es mich wirklich berührt und ich Interesse an meinem Mitmenschen habe?

Du wirst erkennen welche Kraft in dir schlummert und welches Potential gelebt werden will. Vielleicht ist es Anfangs anstrengend und wir dürfen unserem Umfeld gegenüber geduldig und liebevoll sein, wenn wir gewohnte Muster nicht mehr bedienen. Aber dadurch haben auch unsere Mitmenschen die grosse Chance Veränderungen durchzumachen und sich selbst kennenzulernen.

Der erste Schritt ist für sich selbst zu erkennen: wo lebe ich Prägungen und wo lebe ich mich! Dabei hilft die innere Kommunikation und sich selbst die Frage zu stellen: Aus welchen Motiv heraus tue ich etwas: Angst? Freude? Weil es so sein muss? Oder weil es sich für mich für mich RICHTIG anspürt?! Weil ich es WIRKLICH gerne tue?

By the way: Reconnective Healing ® ist ein richtiger Turbobooster um sein WAHRES Selbst bewußt zu entfalten! Was bitteschön ist Reconnective Healing® oder erkläre das Unerklärliche!

Ich wünsche dir auf deiner Reise zu deinem wahren Selbst viel Freude, Geduld und Zuversicht!

Erfahrungen dazu in den Kommentaren sind sehr erwünscht!

Foto: pixabay



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Du bist mehr als die Summe deiner Erfahrungen.

 

 

 

Eric Pearl