• Martina Ly

Die Angst- eine unendliche Geschichte

Angst ist ein schlechter Berater. Entscheidungen in einer Krise getroffen, sind nur für einen kurzen Zeitraum hilfreich. Warum ich mich zu gerade zu diesem Thema äußere? Weil Angst ein immer währendes, immer wiederkehrendes Thema ist.

Angst ist etwas Diffuses, im Unterschied zu Furcht. Furcht beschreibt ein Gefühl vor etwas konkret Bedrohlichem wie z.B: meinen Arbeitsplatz zu verlieren, nachdem der Vorstand angekündigt, dass viele Stellen gekündigt werden.

Angst hingegen wäre in einem gut aufgestellten Unternehmen zu arbeiten, wo immer wieder neue Mitarbeiter eingestellt werden und dennoch die Angst zu haben seinen Job zu verlieren. Ein Gefühl also ohne einen realistischen Bezug.

Furcht ist durchaus hilfreich in unserem Leben. Sie schützt unseren Körper und unsere Psyche vor Schaden.

Angst hingegen schränkt ein, macht klein, entmutigt und macht mitunter sehr krank, sowohl physisch als auch psychisch.

Ich mache die Erfahrung in meiner Praxis, dass viele Menschen Ängste haben. In einer Gesellschaft des Materialismus und Konsum mehr denn je. Die Frage ist: Wie gehe ich mit etwas um, was gar nicht real ist? Und woher kommen diese Ängste? Sind es denn überhaupt meine Ängste oder übernehme ich nur etwas? Viele wichtige Fragen, die man sich stellen sollte.

Und wenn du meine Arbeit und Tun kennst, weißt du, dass ich ein Anhänger von Selbstverantwortung bin. Siehe meinen Blog : "Warum ich kein Mitleid mit dir habe."

Warum ist mir diese Eigenverantwortung so wichtig? Weil wie das Wort schon sagt, du selbst deine Antworten finden wirst können. Sie schlummern in dir. Du selbst willst in Wahrheit von dir selbst gehört werden.

Wir wissen was passiert, wenn jemand für dein Leben spricht. Wenn dir jemand sagt, was du empfinden sollst und die Art und Weise wie du mit einer Angst umzugehen hast. Für mich war es selten stimmig, wenn mir jemand der mein Leben, meine Erfahrungen, nicht kennt, sagt was ich zu empfinden habe. Wichtig ist immer zu spüren/hören, was ist meine Wahrheit dazu! Und es geht nicht per se um Revolution, aus Prinzip dagegen sein etc. sondern abwägen, hineinfühlen, mutig sein, eigene Antworten finden.



Wie geht das nun?

Meditation begleitet mich schon über 15 Jahre in unterschiedlichster Weise. Und auch das Gebet begleitet mich schon ein Leben lang. Wobei ich da mal eine langjährige Pause eingelegt habe. Und als ich für mich katholische Kirche und Gebet trennen konnte, geht auch Beten wieder ganz wunderbar.

Was passiert beim Meditieren? Es ist ein zurücktreten, sich rausnehmen aus dem Außen, ein Still werden. Eins werden. In eine innere Verbindung eintauchen. Eintauchen in deine eigene Unendlichkeit. Und wenn du sie wahrnehmen kannst diese Unendlichkeit, wie verändert sich deine Angst? Ist sie noch existent?

Hast du noch Angst oder meditierst du schon?


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Eric Pearl